Enshrouded - Reise durch Embervale

Samstag, 2. März 2024 | 0 0

Als ich dreizehn war, war "Zocken mit meinen Freunden" das Größte für mich. Nach der Schule gemeinsam auf der Couch sitzen, in fremde Welten eintauchen und sie erobern. Dazu pubertärer Pipi-Kaka Humor, Pizza und die Welt war in Ordnung! Wenn ich daran denke kommt sofort diese - "Gefühl" - zurück, als wäre ich wieder dort.


Alle Jahre wieder wird ein Spiel veröffentlich was diese Erinnerungen triggert. Ein Spiel, dessen Welt so glaubhaft und liebevoll gestaltet ist, dass sie mich wie ein Vakuum in sich reißt und mich in sich gefangen hält.

Das Rollenspiel Enshrouded, des Franfurter Entwickler-Studios Keen Games findet in einer solchen Welt statt.


In Embervale hat die Zivilisation vor langer Zeit ihr Ende gefunden. Ein tödlicher Nebel hüllt große Teile des Landes in düsteres Verderben. Die Überreste der einstigen Zivilisation erzählen Geschichten von Leid, Gier und dem maßlosen Raubbau an der eigenen Welt, der scheinbar die Ursache für den mysteriösen Nebel ist.


Das alleine wird bei den wenigsten schon Gänsehaut verursachen, hier macht ohne Zweifel die Präsentation den sprichwörtlichen "Bock" fett. Bereits die ersten Schritte als Flammengeborener durch Embervale haben mich völlig umgehauen. Überwucherte Ruinen, Schauplätze erbitterter Schlachten, weite saftige Grashügel, verlassene Bergwerke - die Flora blüht und die Fauna hat sich ihren Platz in dieser Welt zurück erkämpft. Mein heldenhafter Charakter blickt , mit einem Lendenschurz und einem Stock gerüstet, auf ein Land welches sich über einen endlosen Horizont erstreckt. Berge, Wälder, Wüsten und nahezu überall dieser Nebel. "Wenn ein Spiel es schafft in mir ein mulmiges Gefühl auszulösen, ist das ein gutes Zeichen."